Sandbox mit eigenem ANY.RUN-Zugang
Verdächtige Anhänge nach der Zustellung im eigenen ANY.RUN-Konto prüfen lassen: Schlüssel eintragen, was geprüft wird, was bei einem Fund passiert.
Wer selbst einen Zugang bei ANY.RUN hat, kann MailGuard damit verbinden. Verdächtige Anhänge laufen dann nach der Zustellung in Ihrem ANY.RUN-Konto. Erkennt ANY.RUN Schadsoftware, meldet MailGuard das sofort.
Die Prüfung kommt zur Zustellung hinzu. Sie hält keine Nachricht auf: die Mail ist schon im Postfach, wenn die Analyse läuft.
Voraussetzungen
- Ein Tarif bei ANY.RUN mit Zugang zur Schnittstelle (API). Den Schlüssel finden Sie in ANY.RUN unter Profil → API und Limits.
- MailGuard für das Konto und in Conbool das Recht, die MailGuard-Einstellungen zu ändern.
Schlüssel eintragen
- Öffnen Sie die MailGuard-Einstellungen, Reiter Im Postfach.
- Tragen Sie in der Karte Sandbox mit eigenem ANY.RUN-Zugang den API-Schlüssel ein.
- Klicken Sie auf Prüfen und speichern.
MailGuard fragt ANY.RUN, ob der Schlüssel gilt. Diese Frage verbraucht keine Einreichung. Nur einen angenommenen Schlüssel speichert MailGuard. Die Karte zeigt danach Verbunden, die letzten vier Zeichen des Schlüssels, Ihr Kontingent im Monat und wie viele Analysen gleichzeitig laufen dürfen.
Mit Schlüssel ersetzen tragen Sie einen neuen ein, mit Entfernen trennen Sie die Verbindung. Spätestens nach fünf Minuten reicht MailGuard dann nichts mehr ein.
Was geprüft wird
Nur Anhänge, die beim Öffnen etwas ausführen können:
- Programme, Skripte und Verknüpfungen, etwa exe, dll, js, vbs, ps1, hta, lnk, iso,
- Office-Dateien im alten Format (doc, xls, ppt) und RTF,
- Office-Dateien im neuen Format nur mit Makros oder mit Nachladen von außen,
- PDF mit aktivem Inhalt,
- HTML-Anhänge und Archive. Verschlüsselte ZIP-Archive nicht, sie lassen sich nicht öffnen.
Entschieden wird am Inhalt der Datei, nicht nur an der Endung. Bilder, Kalendereinträge, Signaturen, gewöhnliche PDF und Office-Dateien ohne Makro gehen nicht zu ANY.RUN. Je Nachricht gehen bis zu fünf Dateien hinaus, jede bis 20 MB. Eine Datei, die in den letzten sieben Tagen schon geprüft wurde, wird nicht noch einmal eingereicht.
Was bei einem Fund passiert
- Schadsoftware: MailGuard vermerkt den Fund in der Ablaufverfolgung und meldet ihn an die Empfänger der Alarme. Ist die automatische Bereinigung eingeschaltet, nimmt sie die Nachricht aus den Postfächern.
- Verdächtig: Vermerk und Meldung, die Nachricht bleibt zugestellt. Ein Verdacht ist kein Nachweis.
Datenschutz
Jede Analyse läuft privat in Ihrem ANY.RUN-Konto und wird nach einem Tag gelöscht. Den Vertrag zur Auftragsverarbeitung schließen Sie direkt mit ANY.RUN.
Conbool speichert den Schlüssel verschlüsselt. Er erscheint nirgends im Portal, auch nicht für Conbool-Mitarbeitende im Klartext.
Wenn ANY.RUN den Schlüssel ablehnt
Läuft der Schlüssel ab oder wird er bei ANY.RUN gesperrt, steht die Karte auf Abgelehnt. MailGuard reicht dann nichts mehr ein, bis Sie einen gültigen Schlüssel speichern. Ist Ihr Kontingent erschöpft, wartet MailGuard und reicht später ein; andere Konten sind davon nicht betroffen.