Wenn im Notfallbetrieb etwas nicht stimmt

Die häufigsten Fragen im laufenden Ausfall: keine Anmeldung möglich, Ansicht leer, Post kommt nicht nach, Absender bekommt Fehlermeldungen.

Die Anmeldung geht nicht

Der häufigste Fall, und er hat fast immer denselben Grund: die Anmeldung läuft über Microsoft, und Microsoft ist das, was gerade ausgefallen ist. Der Anmeldelink per Mail hilft ebenso wenig, denn er ginge an das ausgefallene Postfach.

Wer ein Passwort gesetzt hat, meldet sich damit an. Wer keines gesetzt hat, kann es jetzt nicht mehr nachholen, denn auch das Zurücksetzen läuft über E-Mail. In diesem Fall hilft nur der Support.

Das ist der Grund, warum die Übersichtsseite dauernd anzeigt, wie viele Mitglieder noch keinen unabhängigen Anmeldeweg haben. Siehe Vorbereiten.

Der Menüpunkt Notfallbetrieb fehlt

Drei mögliche Gründe.

Der Notfallbetrieb ist nicht aktiviert, dann entstehen keine Kopien und es gibt nichts zu zeigen.

Die Sichtbarkeit steht auf Nur im Ernstfall, und es ist gerade kein Ausfall erkannt. Der Eintrag erscheint dann von selbst, sobald einer erkannt wird.

Die Sichtbarkeit steht auf Ausgeblendet. Dann sehen nur die Verwaltenden den Eintrag.

Die Ansicht ist leer, obwohl der Ausfall läuft

Es liegt noch nichts an. Kopien entstehen ab dem Moment, in dem der Ausfall erkannt ist, nicht rückwirkend. Was vorher kam, wurde normal zugestellt und liegt im Postfach.

Möglich ist auch, dass an diese Person schlicht nichts geschrieben wurde. Die Ansicht zeigt ausschließlich die eigenen Nachrichten, nie die von Kolleginnen und Kollegen.

Ein Absender sagt, seine Mail kommt zurück

In Stufe 1 ist das normal und kein Fehler: der einliefernde Server bekommt eine vorübergehende Ablehnung und versucht es erneut. Einige Server melden ihrem Nutzer nach einigen Stunden, dass die Zustellung sich verzögert. Die Nachricht ist dabei nicht verloren.

In Stufe 2 sollte das nicht passieren, denn dort nimmt Conbool an. Passiert es doch, sind zwei Ursachen wahrscheinlich: die Übernahme ist nicht eingeschaltet, oder der Empfänger steht nicht im Benutzerverzeichnis. Für unbekannte Empfänger wird nicht angenommen.

Eine endgültige Unzustellbarkeitsmeldung gibt es erst nach fünf Tagen ohne erfolgreiche Zustellung.

Der Mailserver läuft wieder, die Post kommt aber nicht

Nach der Erholung sind alle wartenden Nachrichten sofort fällig, und der Nachlauf arbeitet ohne Pause weiter, bis nichts mehr liegt. Bei üblichen Mengen dauert das Minuten.

Bleibt es länger leer, lohnt der Blick auf die Übersicht des Notfallbetriebs: dort steht, wie viele Nachrichten noch offen sind. Bewegt sich diese Zahl nicht, ist das ein Fall für den Support.

Die Ausfallmeldung kam nie

Sie geht an alle, die den Notfallbetrieb einstellen dürfen. Liegen deren Postfächer alle in der ausgefallenen Domäne, landet sie im Notfallspeicher, den man nur findet, wenn man schon weiß, dass es ihn gibt.

Dagegen hilft die Notfall-Kontaktadresse: eine Adresse außerhalb der eigenen Domänen. Sie wird beim Versand bevorzugt, weil sie jetzt erreichbar ist.

Die Meldung kommt einmal je Ausfall, nicht wiederholt. Ein neuer Ausfall derselben Domäne meldet erneut.

Ein kurzer Aussetzer soll keinen Notfallbetrieb auslösen

Tut er nicht. Es braucht drei aufeinanderfolgende erfolglose Zustellversuche, und der erste davon muss mindestens fünf Minuten zurückliegen. Ein Zielsystem, das für dreißig Sekunden hakt, erfüllt diese Bedingung nicht.

Löst ein bekanntes Dauerproblem am Zielsystem trotzdem wiederholt aus, ist die Betriebsart Ausgesetzt der richtige Schalter, bis das Problem behoben ist.

Was der Support wissen muss

Hilfreich sind der Zeitraum, die betroffene Domäne und die Frage, ob die Übernahme eingeschaltet ist. Jeder Ausfall wird mit Beginn, Ende, Dauer und Anzahl der aufgefangenen Nachrichten festgehalten, die Angaben stehen also in der Übersicht.