Notfallbetrieb einstellen
Betriebsart, Übernahme, Aufbewahrung, Vorgeschichte und Sichtbarkeit: was die einzelnen Einstellungen bewirken und wann welche Wahl sinnvoll ist.
Die Einstellungen liegen unter Notfallbetrieb im Bereich Einstellungen. Sie gelten für den gesamten Mandanten.
Notfallbetrieb aktivieren
Der Hauptschalter. Ist er aus, entstehen keine Notfallkopien, und die Ansicht bleibt leer.
Betriebsart
Automatisch ist die Vorgabe und der Normalfall. Conbool erkennt den Ausfall selbst: nach drei aufeinanderfolgenden erfolglosen Zustellversuchen an dieselbe Domäne, sofern der erste davon mindestens fünf Minuten zurückliegt. Die Zeitbedingung verhindert, dass ein kurzer Schluckauf als Ausfall gilt. Zwei erfolgreiche Zustellungen schalten wieder zurück.
Dauerhaft ein ist für geplante Wartung gedacht. Schon der erste Fehlversuch führt zur Ablage, ohne dass drei Fehlschläge abgewartet werden. Läuft die Zustellung normal, entsteht trotzdem nichts. Wer eine Umstellung des Mailservers vorhat, schaltet diese Betriebsart vorher ein und danach wieder zurück.
Diese Betriebsart ist zugleich der einfachste Weg, den Notfallbetrieb einmal auszuprobieren, ohne auf eine echte Störung zu warten.
Ausgesetzt hält den Notfallbetrieb an, ohne das Modul abzuschalten. Sinnvoll, wenn ein bekanntes Problem am Zielsystem sonst dauernd als Ausfall gewertet würde.
Übernahme: annehmen und später zustellen
Das ist Stufe 2. Ohne sie antwortet Conbool dem einliefernden Server weiterhin mit einer vorübergehenden Ablehnung, und die Nachricht liegt doppelt: dort und als Lesekopie hier. Mit ihr nimmt Conbool die Nachricht an und ist von da an allein für sie verantwortlich.
Die Übernahme setzt ein synchronisiertes Benutzerverzeichnis voraus. Ohne Verzeichnis lässt sich nicht prüfen, ob ein Empfänger überhaupt existiert, und Conbool würde Post für erfundene Adressen annehmen, die niemand je abholt.
In der Betriebsart Automatisch greift die Übernahme erst, sobald der Ausfall erkannt ist. In der Betriebsart Dauerhaft ein greift sie ab dem ersten Fehlversuch.
Aufbewahrung der Notfallkopie
Zwischen einem und neunzig Tagen. Nach Ablauf wird gelöscht, unabhängig davon, ob die Nachricht zugestellt wurde.
Das ist Ausfallhilfe und kein Archiv. Eine lange Frist bringt hier wenig: die Nachricht liegt nach der Nachzustellung ohnehin im Postfach und, sofern gebucht, im Archiv. Sie schafft vor allem einen zweiten Ort, an dem Post liegt.
Vorgeschichte mitschreiben
Damit im Ausfall auch der Verlauf davor lesbar ist und nicht nur die gestaute Post. Zwei Quellen stehen zur Wahl.
Mail-Vorschau nutzt denselben Speicher wie die Vorschau im Zustellprotokoll. Es entsteht keine zweite Kopie. Die Frist folgt der Aufbewahrung oben und beträgt höchstens vierzehn Tage. Nur eingehende Post.
Archiv reicht weiter zurück und steht zur Wahl, sobald das Archivmodul gebucht ist.
Sichtbarkeit für Mitglieder
Betrifft nur den Navigationseintrag für Mitglieder ohne Verwaltungsrechte. Ob Kopien entstehen, hängt nicht daran, und wer den Notfallbetrieb einstellen darf, sieht den Eintrag immer.
Immer zeigt ihn dauerhaft. Nur im Ernstfall blendet ihn ein, sobald ein Ausfall erkannt ist oder noch lesbare Kopien liegen. Ausgeblendet zeigt ihn nie, Kopien entstehen weiter, sind aber für Mitglieder nicht abrufbar.
Sichtbarkeit und Betriebsart sind bewusst getrennt. Sonst würde ein Wartungsfenster zwangsläufig allen Mitgliedern angezeigt.
Notfall-Kontaktadresse
Eine zusätzliche Adresse für die Ausfallmeldung, sinnvollerweise außerhalb der eigenen Domänen. Die Begründung steht unter Vorbereiten.
Zugang für den Ernstfall
Kein Schalter, sondern eine Standanzeige: wie viele Postfächer ein Konto haben und wie viele Mitglieder sich unabhängig vom Mailsystem anmelden können. Von hier aus lassen sich alle fehlenden Konten auf einmal einladen.
Das ist der wichtigste Abschnitt der Seite. Alles andere entscheidet, wie gut der Notfallbetrieb arbeitet; dieser entscheidet, ob überhaupt jemand das Ergebnis zu sehen bekommt.