Eine Kampagne anlegen
Zielgruppe, Vorlage, Zeitraum und die Freistellung des Versandwegs: die vier Angaben, die vor dem ersten Lauf feststehen müssen.
Eine Kampagne entsteht in vier Schritten. Der dritte ist der, an dem der erste Lauf technisch scheitert, der vierte der, an dem er politisch scheitert.
Ablauf
- Zielgruppe festlegen. Eine Gruppe aus dem Verzeichnis, nicht die ganze Belegschaft. Die erste Kampagne läuft klein.
- Vorlage wählen oder einen entschärften echten Angriff aus dem Vorrat des Kontos übernehmen.
- Versandweg freistellen, damit die Übungsnachricht nicht vom eigenen Schutz abgefangen wird.
- Zeitraum setzen und den Versand darüber verteilen, statt alle Nachrichten in derselben Minute zu senden.
Die Freistellung des Versandwegs
Ist der Versandweg der Simulation nicht freigestellt, hält der eigene Schutz die Übungsnachrichten an. Die Kampagne misst dann die Erkennungsleistung des Filters statt die der Menschen, und die Klickquote steht bei null.
Das ist der häufigste Fehler beim ersten Lauf. Eine Kampagne mit einer Quote von exakt null wird deshalb zuerst hier geprüft, nicht bei der Vorlage.
Vor dem ersten Lauf klären
- Wer die Auswertung sieht. Das gehört vor den Lauf, nicht danach. Siehe Auswertung und Datenschutz.
- Ob die Mitbestimmung geklärt ist. Eine überraschende Kampagne erzeugt Ärger, der auf die IT zurückfällt.
- Welche Sprachen im Haus gesprochen werden. Ohne Lektion in der Sprache der Person unterbleibt die Zuweisung.
Rhythmus
Ein Lauf je Quartal für die Belegschaft ist ein brauchbarer Takt, dazu anlassbezogene Läufe für Gruppen mit erhöhtem Risiko wie Buchhaltung und Geschäftsführung. Häufiger wird als Schikane empfunden, seltener bleibt ohne Wirkung.
Unabhängig davon läuft die Grundschulung für alle, im Abstand aus der Konfiguration und voreingestellt alle 90 Tage. Damit lernt auch, wer nie auf eine Übung hereinfällt.