On-Premises betreiben: Verbindungen nach außen und was ohne sie ausfällt

Welche ausgehenden Verbindungen eine Conbool-Box braucht, wozu jede dient und welcher Schutz still schwächer wird, wenn sie fehlt. Mit Selbsttest für den Betreiber.

Eine Conbool-Box läuft im Netz des Betreibers und braucht nach außen nur wenige Verbindungen. Jede davon hat einen Zweck, und bei jeder gilt: fällt sie weg, meldet die Box das nicht von selbst. Diese Seite nennt die Ziele, damit die Firewall sie zulässt und der Betreiber weiß, was er beim Wegfall verliert.

Verbindungen nach außen

ZielPortZweckFolge bei Wegfall
registry.conbool.com443Container-Images für Updates, Signaturprüfung mit cosignKein Update möglich, laufender Betrieb unverändert
mailer-api.conbool.com443Reputationsabfragen bei Spamhaus für IP, Domäne, Link und Dateihash über den zentralen ProxyReputation fällt aus, Nachrichten bekommen keinen Reputationsbefund; seit 05.09.2026 wird kein „sauber“ mehr zwischengespeichert, aber die Prüfung bleibt stumm
docs.conbool.com443Hilfetexte in der OberflächeNur Hilfe betroffen
database.clamav.net und die Spiegel von SaneSecurity, URLhaus, malware.expert443Virensignaturen, stündlichSignaturen altern, der Scanner läuft mit altem Stand weiter
OpenPhish und PhishTank443Phishing-Feeds der rspamd-EngineFeeds altern still
github.com443Sprachdaten für die Texterkennung in Bildern, einmalig beim ersten Start des DienstesOCR in der DLP liefert keine Treffer
Heartbeat zu Conbool443Zustand und Versionsstand der Box für den SupportSupport sieht die Box nicht, Updates werden nicht angeboten
DNS53Auflösung, Authentifizierung mit SPF, DKIM, DMARC und DANEOhne DNS keine Zustellung und keine Authentifizierung
SMTP nach außen25Ausgehende ZustellungKeine ausgehende Post

Ein HTTP-Proxy ist für die Signaturupdates nicht vorgesehen. Wer die Box nur über einen Proxy nach außen lässt, betreibt sie mit alternden Signaturen.

Was die Box selbst nicht meldet

Drei Ausfälle bleiben ohne eigene Prüfung unsichtbar: veraltete Signaturen, fehlende Reputationsabfragen und ein stehender Heartbeat. Der tägliche Schutzzustand in der Richtlinienliste und im Lagebild zeigt seit 05.09.2026, ob eine Richtlinie greift und ob der MX auf die Box zeigt, nicht aber, ob die Feeds aktuell sind.

Ein Selbsttest für den Betreiber, einmal wöchentlich:

  1. docker exec conbool-onprem-clamav clamdscan --version zeigt das Datum der Signaturen. Liegt es mehr als zwei Tage zurück, fehlt die Verbindung zu den Signaturquellen.
  2. In der Nachrichtenverfolgung eine beliebige eingehende Nachricht öffnen. Fehlt in den Befunden jede Zeile zur Reputation, obwohl der Absender extern ist, fehlt die Verbindung zu mailer-api.conbool.com.
  3. conbool-onprem update --check meldet je Komponente, ob ein Update vorliegt. Seit 05.09.2026 sind die Scoring-Engine und der Virenscanner in dieser Prüfung enthalten.

Was die Box nicht kann

Der Klickschutz prüft beim Klick die Reputation über denselben Proxy wie der Mailer. Ohne Verbindung zu mailer-api.conbool.com bleibt es beim Urteil vom Zustellzeitpunkt. Die nachträgliche Entfernung aus Postfächern und die Meldung über das Outlook-Add-in setzen Exchange Online voraus und stehen auf einer Box ohne Microsoft-365-Anbindung nicht zur Verfügung.

Ausgehende Post aus dem eigenen Netz

Seit 05.09.2026 nimmt die Box ausgehende Nachrichten nur von Absendern mit einer verifizierten Domäne des Mandanten an. Interne Anwendungen, die mit einer anderen Absenderdomäne über die Box senden sollen, brauchen entweder eine verifizierte Domäne oder den Schalter MAILER_ONPREM_ACCEPT_ANY_LOCAL_FROM=true in der Datei host.env. Der Schalter öffnet die Box für jede Anwendung im Netz als Relay und gehört deshalb nur dorthin, wo das Netz selbst abgeschottet ist.