MailGuard · Vergleich

Barracuda-Alternative: Conbool und Barracuda im Vergleich.

Barracuda Email Protection als kalifornischer Anbieter mit drei Planstufen und breitem Sicherheitsportfolio, Conbool als deutsche E-Mail-Sicherheits-Suite mit neun Modulen je Postfach. Diese Seite vergleicht ausschließlich öffentlich belegbare Punkte und nennt zu jeder Aussage die Quelle.

In drei Sätzen

Worauf es ankommt.

Barracuda Networks ist ein 2003 gegründeter Anbieter mit Sitz in Campbell, Kalifornien, seit August 2022 im Eigentum des US-Investors KKR und mit einem Portfolio, das weit über E-Mail hinausreicht: Firewall, Web Application Firewall, SecureEdge und Managed XDR. Conbool ist als Barracuda-Alternative eine E-Mail-Sicherheits-Suite aus Hamburg mit neun integrierten Modulen: MailGuard, SecureMail, Disclaimer, SecureFiles, DMARC Reports, Archive, 365 Backup, Awareness und Notfallbetrieb. Im Mailkanal überschneiden sich die Funktionslisten weitgehend, die Unterschiede liegen an vier Stellen: im Zuschnitt der Lizenz, im Weg einer verschlüsselten Mail zum Empfänger, in der Region einzelner Bausteine und in zwei Disziplinen, die Barracuda im eigenen Produktverzeichnis nicht führt.

Eigentümer und Vertragspartner: Barracuda gehört seit August 2022 zu KKR.

Barracuda Networks hat seinen Sitz in Campbell, Kalifornien. KKR hat die Übernahme von Thoma Bravo nach eigener Mitteilung am 16. August 2022 abgeschlossen; damit steht ein US-Investor am Ende der Eigentümerkette. Vertragspartner der Global DPA ist die Barracuda Networks, Inc.; für Übermittlungen personenbezogener Daten in die USA verweist Barracuda auf die EU-Standardvertragsklauseln und die eigene Selbstzertifizierung unter dem Data Privacy Framework und, für Daten außerhalb der USA, auf die eigene Darstellung zum US CLOUD Act. Am Betriebsstandort Ihres Mailflusses ändert das nichts, wohl aber an der Frage, welchem Rechtsraum der Vertragspartner unterliegt. Conbool ist und bleibt eine inhabergeführte deutsche GmbH ohne Muttergesellschaft außerhalb der EU. Quelle: Unternehmensmitteilung von Barracuda vom 16. August 2022 sowie die „Barracuda Email Protection SaaS Service Description“ vom 30. Juli 2026. Bitte den für Ihren Vertrag maßgeblichen Stand beim Anbieter bestätigen lassen.

Quelle: öffentliche Pressemitteilungen des Mutterkonzerns.

Die acht häufigsten Fragen im direkten Vergleich.

Jede Aussage zu Barracuda verweist auf eine öffentliche Quelle mit Datum, jeder Conbool-Anspruch ist über eine Demo nachprüfbar.

Wo liegen die Daten und wer ist Vertragspartner?

Conbool

Ausschließlich in EU-Rechenzentren auf ISO-27001-zertifizierter Infrastruktur, ohne Unterauftragnehmer außerhalb der EU. Vertragspartner und Auftragsverarbeiter ist die Conbool GmbH in Deutschland, inhabergeführt und ohne Muttergesellschaft außerhalb der EU. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO gehört zum Vertragsabschluss. Es gibt keinen Baustein, der in einer anderen Region liegt als der Mailfluss. Und wer die Verarbeitung ganz im Haus behalten muss, betreibt dieselbe Suite als Installation im eigenen Rechenzentrum.

BarracudaBarracuda Email Protection

Barracuda betreibt den Dienst nach eigener Service Description auf AWS und lässt die Region wählen. Für den Baustein Email Gateway Defense nennt das Dokument unter anderem AWS EU Central (Frankfurt) und AWS EU West (London). Für die Bausteine Impersonation Protection und Incident Response nennt dasselbe Dokument als derzeit verfügbare Region ausschließlich AWS US East (N. Virginia) und hält fest, dass diese Daten nicht außerhalb der gewählten Region gespeichert werden. Vertragspartner der Global DPA ist die Barracuda Networks, Inc. mit Sitz in Campbell, Kalifornien; für Übermittlungen in die USA verweist Barracuda auf die EU-Standardvertragsklauseln und die eigene Selbstzertifizierung unter dem Data Privacy Framework und, für Daten außerhalb der USA, auf die eigene Darstellung zum US CLOUD Act.

Quelle: barracuda.com, „Barracuda Email Protection SaaS Service Description“ vom 30. Juli 2026, Abschnitte „Cross-Border Data Transfer“, „Access Control“ und „Data Center Security and Data Residency“, sowie trust.barracuda.com, Global DPA. Bitte den für Ihren Vertrag maßgeblichen Stand beim Anbieter bestätigen lassen.

Warum das wichtig ist: Für das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten und für die Risikobewertung nach NIS-2 zählt nicht nur der Serverstandort, sondern auch, wer am Ende der Vertragskette steht und welchem Rechtsraum dieser unterliegt. Wenn einzelne Bausteine in einer anderen Region liegen als der Mailfluss, gehört das getrennt dokumentiert.

Wie ist die Lizenzierung geschnitten?

Conbool

Suite-Lizenz pro Postfach mit zubuchbaren Modulen: MailGuard, SecureMail, SecureFiles, Disclaimer, DMARC Reports, Archive, 365 Backup, Awareness und Notfallbetrieb laufen in einer Plattform mit einem Admin-Portal, einem Audit-Log und einer Vertragsbeziehung. Jedes Postfach bekommt genau die Module, die es braucht. Mandantenfähig mit eigenen Richtlinien je Mandant für Konzerne und Dienstleister.

BarracudaBarracuda Email Protection

Barracuda führt auf der eigenen Planübersicht drei Stufen: Advanced, Premium und Premium Plus. Filterung, BEC-Schutz, Link- und Anhangsprüfung, DMARC-Berichte, Verschlüsselung, Notfallpostfach und Data Loss Prevention sind in allen drei Stufen als verfügbar gekennzeichnet. Die Sicherung von Microsoft 365 ist ab Premium gekennzeichnet, Cloud Archiving sowie Security Awareness Training und Attack Simulation erst ab Premium Plus. Für Managed-Service-Kunden weist Barracuda Awareness-Training und Attack Simulation als zusätzlich buchbare Managed-Service-Leistung aus.

Quelle: barracuda.com/products/email-protection/plans, Spaltenmatrix Advanced / Premium / Premium Plus, abgerufen im September 2026. Aktuelle Konditionen über den Anbieter erfragen.

Warum das wichtig ist: Beim Stufenmodell bestimmt die Planstufe, welche Disziplin aktiv ist. Wer nur Archivierung braucht, bucht bei Barracuda die oberste Stufe und bezahlt Awareness mit; wer nur Awareness braucht, bezahlt das Archiv mit. Bei Conbool wählen Sie die Module je Postfach, damit fällt diese Kopplung weg.

Wie kommt eine verschlüsselte Mail beim Empfänger an?

Conbool SecureMail

S/MIME und OpenPGP werden am Gateway angewendet, die Mail landet beim Empfänger im gewohnten Postfach und wird dort im gewohnten Programm gelesen. Zertifikate und Schlüssel verwaltet die Plattform, S/MIME lässt sich je Domäne getrennt konfigurieren. Für Empfänger ohne Zertifikat und für große Anhänge steht SecureFiles als eigener Kanal bereit.

BarracudaBarracuda Email Protection

Barracuda beschreibt den Weg in der eigenen Planübersicht so: die Mail wird auf dem Transport zum Barracuda Message Center verschlüsselt, dort verschlüsselt abgelegt und vom Empfänger über HTTPS im Webzugang abgeholt. Die Produktdokumentation ergänzt, dass der Empfänger beim ersten Zugriff ein Passwort vergibt und auch Antworten über das Message Center laufen. S/MIME oder OpenPGP nennt Barracuda in diesen Beschreibungen nicht.

Quelle: barracuda.com/products/email-protection/plans, Zeile „Email Encryption“, sowie barracuda.com/products/email-protection/email-encryption und campus.barracuda.com, „How to Use DLP and Encryption of Outbound Mail“, Stand Januar 2026. Ob S/MIME oder OpenPGP im gebuchten Plan zusätzlich möglich sind, bitte beim Anbieter erfragen.

Warum das wichtig ist: Ein Abholportal ist technisch einwandfrei, verlagert aber einen Arbeitsschritt auf die Gegenseite. Wer Mandanten, Behörden oder Lieferanten anschreibt, die kein weiteres Konto anlegen wollen, merkt den Unterschied an der Antwortquote. Prüfen Sie deshalb konkret, wie eine Antwort Ihres Empfängers bei Ihnen im Postfach ankommt und ob sie im Archiv landet.

Welche DLP-Muster sind vordefiniert?

Conbool MailGuard

DLP-Detektoren mit DACH-Schwerpunkt: deutsche IBAN mit Prüfziffer, USt-IdNr. für DE und AT sowie die Schweizer UID, AHV-Nummer, deutsche Steuer-Identifikationsnummer und Sozialversicherungsnummer. Eigene Detektoren je Mandant über reguläre Ausdrücke und Nachschlagelisten. Treffer lassen sich blockieren, in Quarantäne legen oder verschlüsselt zustellen.

BarracudaBarracuda Email Protection

Barracuda beschreibt Data Loss Prevention als Regelwerk für ausgehende Post und nennt als Beispiele für schützenswerte Inhalte Kreditkartennummern, Social Security Numbers, HIPAA-Daten und Kundenlisten. Auch die Beschreibung des Email Security Gateway nennt als Beispiele für Regelwerke HIPAA und Sarbanes-Oxley. Welche Muster für deutsche, österreichische und schweizerische Kennungen vordefiniert mitgeliefert werden, geht aus diesen Seiten nicht hervor.

Quelle: barracuda.com/products/email-protection/plans, Zeile „Data Loss Prevention“, und campus.barracuda.com, „How to Use DLP and Encryption of Outbound Mail“, Stand Januar 2026. Bitte die konkret vorhandenen DACH-Muster mit dem Anbieter prüfen.

Warum das wichtig ist: Social Security Number und HIPAA sind US-Kennungen. Wer deutsche oder österreichische Identifikatoren prüfen muss, baut sie sonst selbst als reguläre Ausdrücke nach und pflegt sie dauerhaft weiter. Eine IBAN ohne Prüfziffernvalidierung erzeugt dabei zuverlässig Fehlalarme.

Gibt es einen Kanal für große Anhänge und eine Signaturverwaltung?

Conbool SecureFiles und Disclaimer

SecureFiles stellt große und vertrauliche Dateien über einen eigenen Kanal zu, mit Ablaufdatum, Passwortschutz und Protokoll darüber, wer wann abgeholt hat, wahlweise aus Outlook oder Thunderbird heraus oder ganz ohne Mailweg. Disclaimer setzt Signaturen und Rechtstexte zentral, serverseitig und einheitlich, auch für Antworten und für mobile Geräte.

BarracudaBarracuda

Das Produktverzeichnis auf barracuda.com führt in der Rubrik Email Protection die Einträge Barracuda Email Protection, Security Awareness Training, Email Encryption, Microsoft 365 Backup, Cloud Archiving und Data Inspector. Ein eigenes Produkt für den sicheren Austausch großer Dateien mit externen Empfängern und ein Produkt für zentrale E-Mail-Signaturen und Disclaimer sind dort nicht gelistet.

Quelle: barracuda.com/products, vollständiges Produktverzeichnis, abgerufen im September 2026. Ob Barracuda diese Disziplinen über Partner abdeckt, bitte beim Anbieter erfragen.

Warum das wichtig ist: Beides sind Aufgaben, die ohnehin anfallen. Werden sie nicht mitgeliefert, entstehen ein zweiter Vertrag, ein zweites Portal und ein zweites Protokoll. Für den Nachweis nach DSGVO und NIS-2 ist genau diese Zersplitterung der teure Teil.

Was passiert bei einem Ausfall des Mailsystems?

Conbool Notfallbetrieb

Eingehende Post wird beim Durchlauf durch das Gateway zusätzlich abgelegt. Fällt das Zielsystem aus, liest und antwortet Ihr Team über eine eigene Weboberfläche mit der gewohnten Absenderadresse. Nach der Störung läuft alles automatisch ins Postfach nach. Entscheidend ist der Anmeldeweg: wer ein eigenes Passwort gesetzt hat, kommt unabhängig von Microsoft hinein; wer sich nur mit Microsoft anmeldet, käme bei einem Entra-Ausfall nicht herein. Genau deshalb zeigt eine Bereitschaftsansicht schon vor dem Ernstfall, wer wirklich hineinkommt und bei wem noch ein Passwort fehlt.

BarracudaBarracuda Email Continuity

Barracuda hält das Notfallpostfach in allen drei Planstufen bereit; Anwender können darin senden, empfangen, verfassen und weiterleiten. Die Produktdokumentation nennt drei Randbedingungen: der Notfallbetrieb wird nach 96 Stunden automatisch abgeschaltet, Nachrichten bleiben in der Liste 30 Tage sichtbar und laufen dann ab, und bei LDAP-Anmeldung gilt: ist der LDAP-Server offline, können sich Anwender nicht am Notfallpostfach anmelden.

Quelle: campus.barracuda.com, Email Gateway Defense, Seite „Email Continuity“, Stand März 2026, sowie barracuda.com/products/email-protection/plans, Zeile „Email Continuity“.

Warum das wichtig ist: Die 96 Stunden sind für den überwiegenden Teil der Störungen reichlich. Für den Fall, der wirklich weh tut, den mehrtägigen Ausfall nach einem Verschlüsselungsvorfall, lohnt die Frage nach dem Verhalten danach. Wichtiger ist aber der Anmeldeweg, und zwar bei beiden Anbietern: ein Notfallzugang, der am selben ausgefallenen Verzeichnis hängt, ist im Ernstfall keiner. Prüfen Sie deshalb konkret, womit sich Ihre Leute im Ausfall anmelden, und lassen Sie sich das vorher zeigen, nicht hinterher erklären.

Wie wird Microsoft 365 gesichert?

Conbool 365 Backup

Postfächer und Onlinearchive, OneDrive, SharePoint samt seinen Listen, Teams-Kanäle, die persönlichen Chats, Planner und Entra ID laufen in einem Zeitplan, einzelne Nachrichten und Dateien kommen gezielt zurück. Der Dienst wird bewusst außerhalb der Microsoft-Umgebung betrieben, damit eine Störung dort nicht auch die Sicherung erfasst. Die Aufbewahrungsdauer legen Sie fest. Das Modul ist einzeln buchbar und nicht an eine Planstufe gebunden.

BarracudaBarracuda Microsoft 365 Backup

Barracuda nennt auf der Planübersicht als Umfang Exchange Online, SharePoint Online, OneDrive for Business, OneNote, Teams und Groups; Entra ID sei ohne Aufpreis enthalten. Dazu kommen Wiederherstellung auf einen Zeitpunkt, Prüfung von Dateien auf personenbezogene Daten und Schadsoftware sowie das Zurücknehmen fehlerhafter Freigaben. Die Zeile ist in der Stufe Advanced als nicht verfügbar gekennzeichnet und erst ab Premium als verfügbar.

Quelle: barracuda.com/products/email-protection/plans, Zeilen „Unlimited Microsoft 365 Backup“, „Point-in-time data recovery“, „File scanning for PII and malware“ und „Remediation of improper file shares“, abgerufen im September 2026.

Warum das wichtig ist: Die Umfänge liegen dicht beieinander. Der Unterschied liegt im Zuschnitt und in den Randbedingungen. Lassen Sie sich für beide Angebote Ablageort, Aufbewahrungsdauer und die zugesagte Wiederherstellungszeit schriftlich geben, denn genau diese drei Angaben braucht ein Wiederanlaufplan.

Wie ist die Archivierung aufgestellt?

Conbool Archive

Revisionssichere Archivierung nach HGB und AO mit unveränderlicher Ablage, Hash-Ketten-Prüfung im Audit-Log, automatisiertem Löschkonzept und Fristen je Postfach oder Gruppe. Anbindung an Exchange Online und Exchange On-Premise über eine Journalregel. Zugriff über die Weboberfläche, über ein Add-in in Outlook und Thunderbird oder über einen eigenen Endnutzerzugang. Wahlweise aus Deutschland oder vollständig im eigenen Rechenzentrum.

BarracudaBarracuda Cloud Archiving

Barracuda beschreibt ein indiziertes Cloud-Archiv mit abgestuften Aufbewahrungsregeln, Suche, rollenbasierten Rechten, Legal Hold und Export und nennt für die Region Europa, Naher Osten und Afrika ein Rechenzentrum in Deutschland. Auf der Planübersicht ist die Zeile in Advanced und Premium als nicht verfügbar gekennzeichnet und erst in Premium Plus als verfügbar. Die GoBD werden auf der Produktseite nicht genannt.

Quelle: barracuda.com/products/email-protection/cloud-archiving und die Planübersicht, Zeile „Cloud Archiving“, sowie campus.barracuda.com, Cloud Archiving Service, „Data Centers by Region“, abgerufen im September 2026. Eine Aussage zur GoBD-Konformität bitte beim Anbieter schriftlich einholen.

Warum das wichtig ist: In Deutschland entscheidet nicht die Speicherdauer über die Revisionssicherheit, sondern die Unveränderbarkeit, die Nachvollziehbarkeit und ein dokumentiertes Löschkonzept nach GoBD. Wenn eine Betriebsprüfung ansteht, wird genau das verlangt, und zwar schriftlich.

Migrations-Checkliste

Was beim Wechsel von Barracuda zu beachten ist.

Eine Barracuda-Ablösung läuft typischerweise in fünf Schritten. Zwei davon werden gern übersehen: der Export des Archivs vor Vertragsende und die Umstellung derjenigen Empfänger, die Ihre verschlüsselte Post bisher aus dem Barracuda Message Center abgeholt haben.

  1. 1. Gebuchte Planstufe und Laufzeit festhalten

    Klären Sie zuerst, welche Stufe im Einsatz ist, Advanced, Premium oder Premium Plus, und wann der Vertrag ausläuft. Daraus ergibt sich, welche Disziplinen überhaupt aktiv sind: Archivierung und Awareness gibt es erst in Premium Plus, die Sicherung von Microsoft 365 ab Premium. Erst danach steht fest, welche Conbool-Module Sie brauchen und ob sich ein Parallelbetrieb lohnt.

  2. 2. Regelwerke aus Barracuda Cloud Control sichern

    Quarantäne- und Zustellregeln, Absender- und Empfängerlisten, DLP-Regeln und die Verschlüsselungsrichtlinien werden aus Barracuda Cloud Control gesichert. Sie dienen als Vorlage für die Conbool-Regeln, damit nichts neu erdacht werden muss. Halten Sie dabei fest, welche Regeln nur wegen fehlender DACH-Muster als eigener regulärer Ausdruck gebaut wurden; diese lösen sich mit den mitgelieferten Detektoren meist auf.

  3. 3. Archiv exportieren, bevor der Vertrag endet

    Wenn Cloud Archiving im Einsatz war, exportieren Sie den Bestand vor Vertragsende und nehmen ihn in Conbool Archive auf. Barracuda hält in der eigenen Service Description fest, dass Kundendaten nach Ablauf oder Kündigung eines Abonnements in der Regel 30 Tage zum Export bereitstehen. Planen Sie diesen Schritt zeitlich vor die Kündigung, nicht danach.

  4. 4. MX umlegen und die Verschlüsselung umstellen

    Der MX-Eintrag zeigt auf Conbool, ausgehende Post geht über einen Connector zurück an Microsoft 365 oder Exchange. Barracuda bleibt für eine Übergangsphase als zweiter MX aktiv. Wichtig ist der zweite Teil: Empfänger, die bisher im Barracuda Message Center abgeholt haben, bekommen die Post künftig nach S/MIME oder OpenPGP direkt ins Postfach oder über SecureFiles. Informieren Sie diese Gegenstellen vorher, sonst warten beide Seiten auf eine Antwort.

  5. 5. Barracuda-Tenant kontrolliert auslaufen lassen

    Nach 30 Tagen ohne Mailaufkommen wird der Barracuda-Tenant abgeschaltet. Vorher werden Audit-Log und Berichte gesichert, offene Quarantäne-Einträge gesichtet und die Sicherung von Microsoft 365 erst abgeschaltet, wenn der erste vollständige Conbool-Lauf nachweislich durch ist. Vertrag fristgerecht kündigen oder auslaufen lassen.

Wer bei Barracuda zusätzlich Security Awareness Training oder die Sicherung von Microsoft 365 genutzt hat, löst beides innerhalb der Suite ab: 365 Backup übernimmt die Sicherung, Awareness die Phishing-Simulationen samt kurzer Schulung und Nachweis. Beide gehören zu den neun Conbool-Modulen und brauchen keinen weiteren Vertrag.

Lizenzmodell

Planstufe oder Modul: der eigentliche Unterschied.

Conbool: Module je Postfach

Sie zahlen je Postfach für die Module, die dieses Postfach braucht. Die Buchhaltung bekommt Verschlüsselung und Archiv, der Vertrieb bekommt SecureFiles und Signaturen, alle bekommen MailGuard. Kein Modul zwingt ein anderes mit. Neue Module lassen sich einzeln dazunehmen, ohne den Vertrag neu zu schneiden, und alles läuft in einem Portal mit einem Audit-Log.

Barracuda: drei Planstufen

Barracuda bündelt die Funktionen in Advanced, Premium und Premium Plus. Die Sicherung von Microsoft 365 ist erst ab Premium als verfügbar gekennzeichnet, Cloud Archiving sowie Security Awareness Training und Attack Simulation erst ab Premium Plus. Wer eine dieser drei Disziplinen braucht, bucht damit auch die anderen der jeweiligen Stufe mit. Für Managed-Service-Kunden weist Barracuda Awareness-Training und Attack Simulation als zusätzlich buchbare Managed-Service-Leistung aus.

Quelle: barracuda.com/products/email-protection/plans, Spaltenmatrix und Fußnote, abgerufen im September 2026. Preise nennen beide Häuser auf Anfrage; ein öffentlicher Listenvergleich ist nicht möglich.

Entscheidungs-Hilfe

Wann Conbool, wann Barracuda.

Conbool passt, wenn …

  • Sie Module je Postfach buchen wollen, statt über die Planstufe auch die Disziplinen mitzukaufen, die Sie nicht brauchen.
  • verschlüsselte Post beim Empfänger im gewohnten Postfach ankommen soll, nach S/MIME oder OpenPGP, ohne dass die Gegenstelle ein Konto in einem Abholportal anlegt.
  • Sie DACH-Kennungen wie IBAN mit Prüfziffer, USt-IdNr. für DE, AT und CH sowie Sozialversicherungsnummern im Standard brauchen, dazu Archivierung nach GoBD mit Hash-Ketten-Nachweis.
  • die Vertragskette Teil Ihrer Risikobewertung ist und Sie einen inhabergeführten deutschen Vertragspartner ohne Mutter außerhalb der EU bevorzugen, oder wenn Sie die Suite ganz im eigenen Rechenzentrum betreiben wollen.

Barracuda passt, wenn …

  • Sie Sicherheit weit über den Mailkanal hinaus aus einer Hand beziehen wollen: Barracuda führt neben E-Mail auch CloudGen Firewall, SecureEdge, Web Application Firewall und Managed XDR im Portfolio, und dieses Zusammenspiel ist ein echtes Argument.
  • Sie einen rund um die Uhr betreuten Sicherheitsbetrieb einkaufen wollen: Managed XDR mit eigenem Security Operations Center gehört zum Angebot und ist eine Disziplin, die Conbool nicht abdeckt.
  • Sie ein Bündel mit klar abgegrenzten Stufen bevorzugen und Ihre Anforderungen sauber auf eine dieser Stufen fallen.
  • bestehende Barracuda-Verträge, Appliances oder Partnerbeziehungen laufen, deren Ablösung sich wirtschaftlich nicht rechnet.

Häufige Fragen

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30 Minuten Demo. Neun Module je Postfach, von MailGuard über SecureMail bis zum Notfallbetrieb. EU-Hosting in Deutschland oder vollständig im eigenen Rechenzentrum.

Quellen und Fairness-Hinweis

Aussagen zu Barracuda stammen ausschließlich aus öffentlich zugänglichen Quellen des Anbieters: der Planübersicht und den Produktseiten auf barracuda.com, der „Barracuda Email Protection SaaS Service Description“ vom 30. Juli 2026, der Global DPA im Barracuda Trust Center, der Produktdokumentation auf campus.barracuda.com sowie den Unternehmensmitteilungen von Barracuda und KKR. Auf nicht öffentlich belegbare Behauptungen wird verzichtet. Wo eine Angabe aus einer Quelle nicht hervorgeht, steht das ausdrücklich dabei, statt daraus eine Aussage abzuleiten.

Stand: September 2026. Produktumfänge und Planzuschnitte ändern sich. Für die finale Entscheidung empfehlen wir, beide Anbieter direkt nach den für Sie relevanten Punkten zu fragen und die Antworten schriftlich bestätigen zu lassen.

Barracuda, Barracuda Networks und Barracuda Message Center sind Marken der Barracuda Networks, Inc. bzw. ihrer Konzerngesellschaften. Conbool ist eine Marke der Conbool GmbH. Diese Seite ist ein redaktioneller Vergleich und kein offizielles Barracuda-Material. Eine geschäftliche Verbindung zwischen beiden Häusern besteht nicht.