MailGuard · Vergleich

Proofpoint und Conbool im Vergleich.

Wenn Sie eine vollwertige E-Mail-Sicherheits-Suite aus Deutschland mit EU-Hosting suchen, lohnt sich der direkte Blick auf die Unterschiede zur globalen Proofpoint-Plattform. Diese Seite vergleicht öffentlich belegbare Punkte, Stand Mai 2026.

In drei Sätzen

Worauf es ankommt.

Proofpoint ist ein etablierter globaler Anbieter mit breitem Funktionsumfang von SEG über Insider-Threat bis Awareness-Training. Conbool ist eine vollwertige E-Mail-Sicherheits-Suite aus Deutschland mit fünf integrierten Modulen: MailGuard, SecureMail, SecureFiles, Disclaimer und DMARC Reports. Wo Proofpoint sein Portfolio über separate Editions und Add-Ons aufbaut, liefert Conbool die E-Mail-Sicherheit nativ in einem Stack auf EU-Infrastruktur mit deutschem Vertragspartner.

Die fünf häufigsten Fragen im direkten Vergleich.

Jede Aussage zu Proofpoint verweist auf eine öffentliche Quelle, jeder Conbool-Anspruch ist über Demo nachprüfbar.

Wo werden meine Daten gehostet?

Conbool MailGuard

Ausschließlich in EU-Rechenzentren auf ISO-27001-zertifizierter Infrastruktur. Vertragspartner und Datenverarbeiter ist die Conbool GmbH in Deutschland. Im AVV wird der konkrete Datenstandort namentlich benannt.

ProofpointProofpoint Email Protection

Proofpoint betreibt laut Trust Center mehrere globale Cloud-Regionen, darunter Standorte in Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik. Welche Region für Ihren Tenant aktiv ist, regelt der Vertrag bzw. die Tenant-Konfiguration.

Quelle: proofpoint.com, Trust Center / Data Centers. Bitte den konkreten Region-Standort für Ihren Tenant beim Anbieter bestätigen lassen.

Warum das wichtig ist: Für DSGVO-Verarbeitungsverzeichnisse, NIS-2-Risikobewertungen und KRITIS-Vorgaben muss der konkrete Datenstandort dokumentiert werden.

Wie ist die Lizenzierung aufgebaut?

Conbool MailGuard

Conbool liefert MailGuard als integrierte Schicht der Suite: Phishing-Schutz, BEC- und CEO-Fraud-Erkennung, Anhang-Sandbox, URL-Rewriting, DACH-DLP und Audit-Log im Standard. Multi-Tenant-fähig mit Policies pro Mandant. SecureMail, SecureFiles, Disclaimer und DMARC Reports ergänzen den Stack ohne externe Add-Ons.

ProofpointProofpoint Email Protection

Proofpoint bündelt Funktionen in Bundles bzw. Editions (z. B. P0, P1, P2, P3). Welche Funktion in welchem Bundle enthalten ist und welche Vertragslaufzeiten gelten, regelt das jeweils aktuelle Angebot.

Quelle: proofpoint.com, Email Protection und Bundle-Übersicht. Vertragslaufzeiten und Preise werden über den Anbieter-Vertrieb verhandelt.

Warum das wichtig ist: Proofpoint-Editions bündeln Funktionen, die in der Praxis nicht alle parallel relevant sind. Verschlüsselung, sicherer Dateitransfer und Signatur-Management laufen bei Proofpoint über separate Module. Conbool deckt diese Disziplinen in einer Suite-Lizenzlogik ab. Eine Vertragsbeziehung, ein Audit-Log, ein Admin-Portal.

Welche Schutzfunktionen sind im Standard enthalten?

Conbool MailGuard

Im Standard-Tier: Spam- und Phishing-Erkennung, BEC-Schutz mit Verhaltensanalyse, Anhang-Sandbox, URL-Rewriting, DLP mit DACH-Detektoren und Audit-Log. Jede Funktion ist im Admin-Portal pro Mandant konfigurierbar.

ProofpointProofpoint Email Protection

Proofpoint deckt die gleichen Funktionskategorien ab: Anti-Phishing, BEC-Schutz (NexusAI), Anhang-Sandbox (Targeted Attack Protection), URL-Schutz und DLP. Welche Detail-Features in welchem Tier verfügbar sind, regelt das gebuchte Bundle.

Quelle: proofpoint.com, Email Protection und Targeted Attack Protection Produktseiten.

Warum das wichtig ist: Auf SEG-Ebene gibt es Funktions-Überlappung. Conbools Stärke beginnt jenseits davon: nativ integrierte Verschlüsselung mit S/MIME, OpenPGP und Web-Reader für Empfänger ohne Zertifikat, SecureFiles als Direktkanal für große Anhänge, server-seitige Signaturen mit AD/HR-Anbindung, DMARC-Reports und BIMI-Vorbereitung in derselben Konsole. Proofpoint deckt diese Disziplinen über separate Produktlinien wie Information Protection, Email Encryption und Secure Share ab, jeweils mit eigenem Lizenz-, Admin- und Audit-Layer.

Welche DACH-spezifischen Features bietet die Lösung?

Conbool MailGuard

DLP-Detektoren mit DACH-Schwerpunkt: deutsche IBAN mit Prüfziffer, USt-IdNr. (DE, AT, CH-UID), AHV-Nummer, deutsche Steuer-ID, Sozialversicherungs-Nummer. Eigene Detektoren über Regex und Lookup-Listen pro Mandant.

ProofpointProofpoint Email Protection

Proofpoint bietet eine umfangreiche Bibliothek mit vordefinierten DLP-Detektoren für globale und regionale Identifikatoren. Welche DACH-Detektoren konkret abgedeckt sind, regelt die aktuelle Detektor-Bibliothek.

Quelle: proofpoint.com, Information Protection / Email DLP Dokumentation. Bitte für die konkreten DACH-Detektoren-Anforderungen beim Anbieter prüfen.

Warum das wichtig ist: Wenn Ihre Compliance-Anforderungen deutsche oder österreichische Identifikatoren (USt-IdNr., AHV) berücksichtigen müssen, sparen vordefinierte DACH-Detektoren Custom-Regex-Aufwand.

Wie schnell ist die Migration?

Conbool MailGuard

MX-Switch in unter 30 Minuten technisch, Default-Policies sofort aktiv. Parallelbetrieb mit dem bestehenden Proofpoint-Gateway während der Migration möglich, Mailflow lässt sich kontrolliert umlegen.

ProofpointProofpoint Email Protection

Proofpoint nutzt laut Dokumentation einen geführten Onboarding-Prozess mit Connector-Konfiguration, Mail-Flow-Rules und Anti-Spoofing-Setup. Die Migration ist als strukturierter Prozess dokumentiert.

Quelle: proofpoint.com, Implementation Guide / Knowledge Base.

Warum das wichtig ist: Migrations-Dauer und Parallel-Betrieb sind direkte Kostenfaktoren in IT-Projektplanungen.

Migrations-Checkliste

Was beim Wechsel von Proofpoint zu beachten ist.

Eine Proofpoint-Ablösung läuft typischerweise in sechs Schritten, mit besonderem Augenmerk auf der Übernahme von TAP- und Email-DLP-Policies sowie der Nexus-AI-Konfiguration.

  1. 1. Proofpoint-Bundle, Region und Vertragslaufzeit prüfen

    Notieren Sie das gebuchte Bundle (P0-P3 oder Information Protection-Add-ons), die aktuelle Tenant-Region und die Vertragslaufzeit. Proofpoint-Verträge sind häufig mehrjährig, planen Sie entsprechend Auslaufphase oder Kündigungsfristen ein.

  2. 2. TAP- und DLP-Policies exportieren

    Aus dem Targeted Attack Protection Modul exportieren Sie URL-Defense-, Attachment-Defense- und Forensik-Konfigurationen. Email-DLP-Regeln werden gesondert über das Information Protection-Dashboard exportiert.

  3. 3. Nexus-AI-Erkennungslogik dokumentieren

    Wenn Sie Nexus-AI-Lernergebnisse genutzt haben (z. B. trainierte VAP-Listen), dokumentieren Sie diese als Ausgangsbasis. Conbool nutzt eine eigene Lern-Pipeline, die wir in der Übergangsphase parallel kalibrieren.

  4. 4. MX-Records auf Conbool umlegen

    Inbound-MX zeigt auf Conbool, Outbound-Connector bleibt zu Microsoft 365 oder Exchange erhalten. Proofpoint kann als zweiter MX (höhere Conbool-Prio) für eine Übergangsphase aktiv bleiben, falls Sie vorsichtig vorgehen wollen.

  5. 5. Außerhalb-SEG-Funktionen separat ablösen

    Wenn Sie zusätzlich Proofpoint Information Protection, Insider Threat Management oder Awareness genutzt haben, sollten Sie für diese Funktionen spezialisierte Partner einplanen. Conbool fokussiert auf E-Mail-Sicherheit, nicht auf das gesamte Proofpoint-Ökosystem.

  6. 6. Proofpoint-Tenant kontrolliert auslaufen lassen

    Nach 30 Tagen ohne Mail-Aufkommen auf Proofpoint und Migration aller benötigten Reports wird der Tenant deaktiviert. Audit-Log und Compliance-Reports archivieren. Vertrag fristgerecht kündigen.

Diese Checkliste deckt die typische Email-Protection-Migration ab. Wenn Insider Threat Management oder Cloud App Security im Einsatz sind, planen wir das im Beratungsgespräch separat.

Entscheidungs-Hilfe

Wann Conbool, wann Proofpoint.

Conbool MailGuard passt, wenn …

  • Sie EU-Hosting und einen deutschen Vertragspartner als Anforderung dokumentieren müssen.
  • Sie E-Mail-Sicherheit, Verschlüsselung, Dateitransfer und Signaturen in einem Suite-Stack konsolidieren wollen statt SEG plus separate Information-Protection- und Encryption-Module zu betreiben.
  • DACH-DLP-Detektoren (IBAN mit Prüfziffer, USt-IdNr. DE/AT/CH-UID, AHV, Sozialversicherungs-Nummer) im Standard wichtig sind.
  • Sie eine Multi-Mandanten-Architektur für Konzerne mit Tochtergesellschaften oder MSP-Modelle brauchen, mit getrennten Policies und einheitlichem Audit.

Proofpoint passt, wenn …

  • Sie eine etablierte globale Plattform mit weltweiter Region-Auswahl benötigen.
  • Sie ein breites Voll-Paket mit Insider-Threat-, Awareness- und Information-Protection-Funktionen aus einer Hand wollen.
  • Bestehende Proofpoint-Integrationen (Nexus-AI, TAP, SIEM-Hooks) schon in Ihrer Umgebung laufen.
  • Sie globale, mehrjährige Enterprise-Rahmenverträge etablieren möchten.

Häufige Fragen

Conbool im eigenen Setup ansehen.

30 Minuten Demo. Suite-Stack mit MailGuard, SecureMail, SecureFiles, Disclaimer und DMARC. EU-Hosting in Deutschland.

Quellen und Fairness-Hinweis

Aussagen zu Proofpoint auf dieser Seite basieren ausschließlich auf öffentlich zugänglichen Quellen: Proofpoint Trust Center, Proofpoint Produktseiten, Proofpoint Knowledge Base sowie Proofpoint Dokumentation. Auf Behauptungen über interne Prozesse, Architektur-Details oder Roadmap-Items, die nicht öffentlich belegt sind, wird verzichtet. Aussagen zu Conbool basieren auf der eigenen Produktdokumentation, Infrastruktur-Zertifizierungen und vertraglichen Zusagen.

Stand: Mai 2026. Für die finale Entscheidung empfehlen wir, beide Anbieter direkt nach den für Sie relevanten Punkten zu fragen und Aussagen schriftlich bestätigen zu lassen.

Proofpoint ist eine eingetragene Marke der Proofpoint Inc. bzw. ihrer Konzern-Gesellschaften. Conbool ist eine Marke der Conbool GmbH. Diese Seite ist ein redaktioneller Vergleich, kein offizielles Proofpoint-Material.