E-Mail-Security-Events ins SIEM: Splunk, Sentinel und QRadar sauber anbinden
Ein SIEM ist nur so gut wie die Quellen, die es füttern. E-Mail bleibt der häufigste Einfallsvektor, doch die Verdicts des E-Mail-Gateways landen erstaunlich oft nirgends. Dieser Beitrag zeigt, wie E-Mail-Security-Events sauber in Splunk, Microsoft Sentinel, IBM QRadar oder Elastic kommen.
Warum E-Mail-Events ins SIEM gehören
Phishing und BEC laufen selten isoliert ab. Ein verdächtiger Login folgt auf eine Phishing-Mail, ein Datenabfluss auf einen geklickten Link. Nur wenn die E-Mail-Verdicts neben Endpoint-, Firewall- und Identity-Logs liegen, entsteht die Korrelation, die den Angriff früh sichtbar macht. Ohne sie bleibt das Gateway eine Blackbox.
Push oder Pull
Es gibt zwei Wege, Events ins SIEM zu bringen:
- Push per Syslog ist verbreitet, aber fragil. UDP verliert Pakete bei Lastspitzen, und der offene Port muss durch Firewalls geführt werden.
- Pull per REST-API dreht die Richtung um: das SIEM oder ein Collector holt die Events aktiv ab und blättert per Cursor lückenlos weiter. Das ist firewall-freundlich, wiederaufsetzbar und verliert nichts.
Für die meisten Umgebungen ist Pull die robustere Wahl. Ein zusätzlicher Webhook-Push deckt die Fälle ab, in denen Events sofort ankommen sollen.
Die Formate: CEF, LEEF, ECS, JSON
Jedes SIEM bevorzugt ein Format:
- CEF ist der Common Event Format-Standard, ideal für Splunk und ArcSight
- LEEF ist das native Format von IBM QRadar
- ECS ist das Elastic Common Schema, passend für Elastic und Kibana
- JSON ist generisch und flexibel, etwa für Microsoft Sentinel oder eigene Collector
Ein guter Export liefert alle vier nativ, damit Sie keine eigene Transformations-Pipeline bauen müssen.
Anbindung pro SIEM in Kürze
- Splunk: ein REST- oder Modular-Input pollt den Endpunkt, Format CEF, die Felder mappen direkt auf das Common Information Model
- Microsoft Sentinel: eine Logic App pollt und schreibt in eine Custom-Log-Table, Format JSON
- IBM QRadar: eine Universal-REST-Log-Source mit LEEF-Parser
- Elastic: der Filebeat httpjson-Input konsumiert das ECS-Format direkt
Der Vergleich: Conbool gegen Mimecast und Proofpoint
Viele Gateways liefern SIEM-Export nur in teuren Enterprise-Stufen, mit eingeschränkter Formatabdeckung oder über einen US-Cloud-Umweg. Conbool MailGuard bindet nativ und in jeder Lizenz an, in allen vier Formaten, mit EU-Hosting und Mandanten-Tagging. Für Unternehmen, die von einem US-Anbieter weg wollen, ist das ein handfestes Argument. Die vollständige Architektur steht auf der Lösungsseite zum SIEM-Export.
Fazit
Ob Splunk, Sentinel oder QRadar: entscheidend ist ein robuster Abrufmechanismus und das richtige Format. Ein cursor-basierter Pull mit CEF, LEEF, ECS und JSON deckt jedes gängige SIEM ab, ohne eigenen Konvertierungsaufwand.
Weiterführend: SIEM-Export für das E-Mail-Security-Gateway · MailGuard im Detail · Demo anfragen



