Die Daten stehenim eigenen Haus.Die Signatur auch.
Name, Titel, Abteilung und Durchwahl stehen im Active Directory. Damit sie in jeder Signatur landen, verlangen die meisten Anbieter einen Verzeichnisabgleich in die Cloud. Conbool nicht: ein Agent auf einem Mitgliedsserver liest das Verzeichnis und meldet die Personen ausgehend. Kein Entra ID, keine eingehende Freigabe.
Warum die Signatur am Verzeichnis scheitert
Vier Punkte, an denen es im Bestand hängt.
Kein Entra ID, trotzdem Voraussetzung
Wer Postfächer im Haus betreibt oder sein Verzeichnis bewusst nicht an die Microsoft-Cloud koppelt, findet in fast jedem Datenblatt denselben Satz: die Personendaten kommen aus Entra ID. Damit wird ein Verzeichnisabgleich zur Bedingung für eine Signatur.
Ein Weg von außen ins Verzeichnis
Die Alternative ist ein Zugang von außen auf den Domänencontroller, über eine Firewallfreigabe oder einen veröffentlichten LDAP-Zugang. Das ist der Weg, den niemand haben will, und für den in der Prüfung jedes Mal die Begründung fehlt.
Transportregeln kennen keine Attribute
Eine Regel im Exchange hängt einen festen Text an. Sie setzt keinen Titel, keine Abteilung und keine Durchwahl ein, sie landet unter zitierten Antworten, und mit mehreren Sprachen und Ausnahmen wird die Regelmenge unübersichtlich.
Gepflegt wird zweimal
Wo die Signatur ihre eigene Personenliste führt, driften beide auseinander. Ein Wechsel der Abteilung steht im Verzeichnis, in der Signatur steht die alte, und es fällt erst dem Empfänger auf.
Wie der Weg stattdessen läuft
Drei Schritte, danach pflegt das Verzeichnis die Signatur.
1. Agent auf einem Mitgliedsserver
Der Verzeichnis-Agent läuft als Dienst auf einem gewöhnlichen Mitgliedsserver der Domäne, nicht auf dem Domänencontroller. Er meldet sich mit dem Konto an, unter dem er läuft, ein Kennwort wird nirgends hinterlegt.
2. Ausgehend melden, nie eingehend
Der Agent ruft Conbool, Conbool ruft nie den Agenten. Nach außen offen ist nichts: keine Firewallfreigabe nach innen, kein veröffentlichter Domänencontroller, kein Zugang von außen ins Verzeichnis.
3. Signatur am Gateway
Ausgehende Nachrichten laufen über das Gateway, dort entsteht die Signatur serverseitig mit den Feldern der Person. Auf jedem Gerät gleich, ohne Installation an einem Client, ohne Änderung am MX.
Was diesen Weg ausmacht
Sechs Punkte, die im Alltag zählen.
Vierzehn Felder je Person
Anzeigename, Vorname, Nachname, Titel, Abteilung, Telefon, Mobil, Büro, Straße, Ort, Bundesland, Postleitzahl, Land und Fax, dazu die Zweitadressen und der Zustand des Kontos. Welches Attribut welches Feld füllt, lässt sich je Feld ändern.
Ohne das Recht auf Kennwortdaten
Gelesen wird mit gewöhnlichen Leserechten. Für den Änderungsabgleich kommen zwei Rechte am Domänenkopf dazu. Das Recht, mit dem sich Kennwortdaten aus dem Verzeichnis lesen ließen, gehört ausdrücklich nicht dazu und wird nicht verlangt.
Zweitadressen zählen als dieselbe Person
Weitere Adressen kommen als Aliase mit. Das entscheidet darüber, ob eine unter der Zweitadresse gesendete Nachricht ihre Signatur bekommt, und verhindert, dass ein Mensch zweimal als Sitz gezählt wird.
Gruppen mit ihrer Verschachtelung
Gruppen des Verzeichnisses dienen als Zielgruppe für Vorlagen und Richtlinien. Verschachtelte Gruppen werden vollständig aufgelöst, eine Gruppe mit drei Einträgen kann so sieben Personen ergeben.
Probelauf vor jedem Schreiben
Nach jeder Änderung am Zuschnitt läuft der Agent zunächst trocken und zeigt, wie viele Personen entstehen, sich ändern oder entfallen würden. Entfielen mehr als zehn Prozent, hält er den Lauf an und schreibt nichts.
Auch für LDAP und für den eigenen Serverraum
Derselbe Agent liest OpenLDAP und verwandte Verzeichnisse. Und wer die Verarbeitung im Haus behalten muss, betreibt Conbool als Installation im eigenen Rechenzentrum, dann bleibt die ganze Kette unter eigener Kontrolle.
Zwei Wege zu denselben Feldern
Verzeichnisabgleich in die Cloud oder ausgehender Agent.
Mit Conbool | Üblicher Weg über die Cloud | |
|---|---|---|
| Entra ID erforderlich | nein | ja, samt Verzeichnisabgleich |
| Eingehende Freigabe ins Verzeichnis | keine | keine, dafür der Abgleich |
| Attribute des lokalen Verzeichnisses in der Signatur | ja, direkt | erst nach dem Abgleich |
| Andere LDAP-Verzeichnisse | ja | selten |
| Betrieb im eigenen Rechenzentrum | möglich | nein |
Angaben zum üblichen Weg nach den öffentlich dokumentierten Voraussetzungen verbreiteter Signaturdienste, die Personendaten aus Entra ID beziehen.
Häufige Fragen
Braucht es Entra ID für Signaturen aus dem Active Directory?
Welche Rechte braucht der Agent im Verzeichnis?
Muss ein Port in der Firewall geöffnet werden?
Wo läuft der Agent?
Was passiert, wenn der Zuschnitt falsch gesetzt ist?
Funktioniert das auch mit OpenLDAP?
Muss der MX-Eintrag umgestellt werden?
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