NIS2 Lieferkettensicherheit: Warum E-Mail-Verschlüsselung auch Ihre Zulieferer betrifft
Die Lieferkette ist die offene Flanke der Cybersicherheit. NIS2 adressiert das direkt: §30 Abs. 2 Nr. 5 BSIG fordert Sicherheit in der Lieferkette – einschließlich der Kommunikation. Das hat weitreichende Konsequenzen für die E-Mail-Kommunikation mit Partnern, Zulieferern und Dienstleistern.
§30 Nr. 5 BSIG: Was steht im Gesetz?
Sicherheit in der Lieferkette einschließlich sicherheitsbezogener Aspekte der Beziehungen zwischen den einzelnen Einrichtungen und ihren unmittelbaren Anbietern oder Diensteanbietern.
Konkret bedeutet das:
- Die Sicherheit der Kommunikationswege zu Partnern muss gewährleistet sein
- Zulieferer müssen sicherheitstechnisch bewertet werden
- Die E-Mail-Kommunikation in der Lieferkette muss verschlüsselt und nachvollziehbar sein
Warum E-Mail das schwächste Glied in der Supply Chain ist
In der typischen Lieferkette fließen sensible Daten per E-Mail:
- Angebote und Verträge mit vertraulichen Konditionen
- Technische Spezifikationen und Konstruktionszeichnungen
- Rechnungen und Zahlungsdaten (Ziel von BEC-Angriffen)
- Zugangsdaten für Systeme und Portale
- Personenbezogene Daten (DSGVO-relevant)
Das Problem: Viele Zulieferer – besonders KMU – haben keine eigene Verschlüsselungsinfrastruktur. E-Mails werden unverschlüsselt gesendet und können auf dem Transportweg abgefangen werden.
Auch nicht-NIS2-betroffene Unternehmen sind indirekt betroffen
Ein häufiges Missverständnis: "Wir haben weniger als 50 Mitarbeitende, NIS2 betrifft uns nicht."
Falsch. NIS2-betroffene Unternehmen sind verpflichtet, die Sicherheit ihrer Lieferkette zu bewerten. Das bedeutet:
- Sie können von Kunden Sicherheitsnachweise für die E-Mail-Kommunikation gefordert werden
- Verträge können Verschlüsselungspflichten enthalten
- Bei einem Vorfall beim Zulieferer haftet das NIS2-betroffene Unternehmen trotzdem
Fazit: Wenn Ihre Kunden unter NIS2 fallen, werden Sie als Zulieferer de facto mitreguliert.
Das Kernproblem: Verschlüsselung erfordert Infrastruktur auf beiden Seiten
Klassische E-Mail-Verschlüsselung mit S/MIME oder PGP funktioniert nur, wenn beide Seiten die Infrastruktur haben:
- Der Sender braucht ein Zertifikat oder Schlüssel
- Der Empfänger braucht ebenfalls ein Zertifikat oder Schlüssel
- Schlüssel müssen ausgetauscht und aktuell gehalten werden
In der Praxis scheitert das bei den meisten Lieferantenbeziehungen. Das Ergebnis: E-Mails werden trotz NIS2-Pflicht unverschlüsselt versendet.
Die Lösung: Das Nachrichtenportal
Conbool löst genau dieses Problem mit dem Secure Message Portal:
So funktioniert es:
- Sie senden eine E-Mail an Ihren Zulieferer – verschlüsselt über das Gateway
- Hat der Empfänger kein S/MIME-Zertifikat oder PGP-Schlüssel, greift automatisch das Portal
- Die Nachricht wird verschlüsselt auf dem Gateway gespeichert
- Der Empfänger erhält eine Benachrichtigung mit Link zum Portal
- Nach sicherer Authentifizierung kann er die Nachricht im Browser lesen
- Er kann direkt verschlüsselt antworten – ohne eigene Software
Vorteile:
- Kein Setup beim Empfänger erforderlich
- Verschlüsselung funktioniert auch mit Partnern ohne eigene Infrastruktur
- Vollständiger Audit-Trail für Compliance-Nachweise
- In Ihre Corporate Identity integrierbar
Praxisbeispiel: Automobilzulieferer trifft auf NIS2-Audit
Ein mittelständischer Automobilzulieferer mit 120 Mitarbeitenden wird von seinem OEM-Kunden auditiert. Der OEM unterliegt als besonders wichtige Einrichtung den NIS2-Anforderungen und muss die Lieferkettensicherheit nachweisen.
Geprüft wird:
- Wie kommuniziert der Zulieferer sensible Daten?
- Werden E-Mails mit Konstruktionszeichnungen verschlüsselt?
- Gibt es einen Audit-Trail für die Kommunikation?
- Welche Maßnahmen zum Schutz vor Phishing sind implementiert?
Mit Conbool: Alle Punkte sind abgedeckt. SecureMail verschlüsselt automatisch, MailGuard schützt vor Bedrohungen, Audit-Logs liefern die Nachweise. Das Audit wird bestanden.
Ohne Conbool: Sensible E-Mails gehen unverschlüsselt raus, es gibt keine Audit-Logs, der Phishing-Schutz beschränkt sich auf den Standard-Spamfilter. Das Audit wird nicht bestanden – im schlimmsten Fall steht die Geschäftsbeziehung auf dem Spiel.
Conbool als Brücke zwischen NIS2 und Lieferkette
Conbool löst das Lieferketten-Dilemma:
- Automatische Verschlüsselung: S/MIME und PGP wo möglich, Nachrichtenportal als universeller Fallback
- Kein Aufwand für Partner: Empfänger brauchen keine eigene Software oder Zertifikate
- Lückenloser Nachweis: Audit-Logs dokumentieren jede verschlüsselte Kommunikation
- Einfache Einrichtung: Minuten statt Monate, keine komplexe Integration
Verschlüsselte Lieferkettenkommunikation muss nicht kompliziert sein. Mit dem richtigen Tool funktioniert sie automatisch – für beide Seiten.
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