Nach der Zustellung

Die Nachricht liegt schonim Postfach.Jetzt muss sie wieder raus.

Kein Filter urteilt zum Zustellzeitpunkt über alles richtig. Eine Domäne wird zwei Stunden später gelistet, eine Signatur erkennt den Anhang erst am nächsten Tag. MailGuard nimmt die Nachricht dann aus den Postfächern, in denen sie schon liegt — und sagt Ihnen, aus welchen.

Warum die Prüfung vor der Zustellung nicht reicht

Nicht weil sie schlecht wäre, sondern weil das Urteil zum Zeitpunkt der Zustellung noch nicht existiert.

Das Urteil kommt später

Eine Absenderdomäne wird erst Stunden nach der Welle in eine Reputationsliste aufgenommen. Zum Zustellzeitpunkt war sie unauffällig, und jeder Filter der Welt hätte sie durchgelassen.

Die Signatur kommt später

Ein Anhang ist beim Eingang für keinen Virenscanner erkennbar. Am nächsten Tag liefert ClamAV die passende Signatur nach. Ohne nachträgliche Prüfung liegt die Datei weiter in dreißig Postfächern.

Der Empfänger merkt es zuerst

Meldet jemand eine verdächtige Mail, betrifft sie fast nie nur ihn. Ohne Bereinigung müssen Sie die übrigen Postfächer einzeln durchsuchen — meist von Hand, oft unvollständig.

Löschen allein reicht nicht

Wer eine Mail stillschweigend aus dem Postfach nimmt, hinterlässt einen Menschen, der sich an eine Nachricht erinnert, die nicht mehr da ist. Ohne Hinweis wird daraus ein Anruf beim Support.

Drei Auslöser, drei Reaktionen, ein Protokoll

Die Bereinigung läuft über die Microsoft-365-Schnittstelle, nach ausdrücklicher Zustimmung des Mandanten.

Ausgelöst durch ein spätes Urteil

Eine neue Listung bei Spamhaus DBL oder HBL, eine neue ClamAV-Signatur oder die Entscheidung eines Verwalters starten den Lauf. Die Signaturnummer wird verbucht, damit derselbe Bestand nicht zweimal geprüft wird.

Reaktion ist Ihre Entscheidung

Aus dem Postfach nehmen, in den Junk-Ordner verschieben oder nur kennzeichnen. Die Kennzeichnung ist die schonendste Form: die Nachricht bleibt, trägt aber sichtbar den Hinweis, dass sie nachträglich als gefährlich erkannt wurde.

Betroffene erfahren davon

Auf Wunsch bekommen genau die Empfänger eine kurze Warnmail, in deren Postfach die Nachricht lag. Ausgeschaltet ausgeliefert, weil es Häuser gibt, die zuerst intern klären wollen.

Was dazugehört

Der Bereinigungslauf ist der letzte Schritt. Davor stehen Suche, Nachprüfung und ein Fall, der die Spur festhält.

Rückwirkender Bedrohungsscan

Prüft den Bestand der Postfächer über ein wählbares Fenster gegen die heutigen Reputations- und Virendaten. Er verändert nichts und erklärt nichts für harmlos — er berichtet Postfach, Absender, Betreff und Grund.

Suche über alle Postfächer

Betreff, Absender, Empfänger, Nachrichtenkennung, Anhangs-Prüfsumme, Link-Adresse und Herkunftsland. Wer eine Welle gefunden hat, wählt die Zeilen aus und startet die Bereinigung aus derselben Ansicht.

Ein Lauf je Nachricht, nicht je Empfänger

Dieselbe Nachricht in zwanzig Postfächern ergibt einen Lauf, nicht zwanzig. Der Fortschritt ist je Postfach nachvollziehbar, ein hängendes Postfach hält die übrigen nicht auf.

Vorfall statt loser Zeilen

Aus einer Welle wird ein Fall mit Zustand: offen, in Untersuchung, geschlossen. Ein geschlossener Fall lässt sich wieder in Untersuchung nehmen, aber nicht auf offen zurücksetzen — sonst fehlt die Spur.

Zustimmung, die man sieht

Der Zugriff auf Postfächer verlangt eine ausdrückliche Freigabe in Microsoft 365. Die Oberfläche zeigt, ob sie erteilt ist und welche Anwendung sie trägt — kein Knopf, der beim Klick an einem Rechtefehler scheitert.

Jeder Lauf im Protokoll

Wer hat wann welche Nachricht aus welchem Postfach genommen. Das Ereignisprotokoll lässt sich für den geprüften Zeitraum vollständig ausdrucken, als CSV.

Im Vergleich

Was ein Gateway kann, das im Zustellweg steht, und was eine reine Schnittstellenlösung nicht kann.

 
Conbool MailGuard
Reine API-Anbindung
Prüfung vor der Zustellung
Ja, im Zustellweg. Eine Bedrohung erreicht das Postfach nie.
Nein. Geprüft wird erst, wenn die Nachricht schon zugestellt ist.
Bereinigung nach der Zustellung
Ja, drei Reaktionen zur Wahl.
Ja, das ist der einzige Weg.
Auslöser bei neuer Virensignatur
Automatisch, mit verbuchter Signaturnummer.
Je nach Anbieter, oft nur auf Zuruf.
Rückwirkender Scan des Bestands
Über ein wählbares Fenster, in Scheiben, ohne die Nachricht zu laden.
Meist vorhanden, oft ohne Bericht je Postfach.
Warnmail an Betroffene
Genau an die Empfänger, in deren Postfach die Nachricht lag.
Selten. Häufig nur ein Eintrag im Verwaltungsprotokoll.
Nötige Berechtigung
Mail.ReadWrite, ausdrücklich erteilt und in der Oberfläche sichtbar.
Weitreichender Postfachzugriff, meist Voraussetzung für alles.

Angaben zum üblichen Weg nach den öffentlich dokumentierten Voraussetzungen verbreiteter Signaturdienste, die Personendaten aus Entra ID beziehen.

Häufige Fragen

Kann MailGuard eine Nachricht auch aus dem Postfach nehmen, wenn sie schon gelesen wurde?
Ja. Der Zugriff läuft über die Microsoft-365-Schnittstelle und ist unabhängig davon, ob die Nachricht gelesen, verschoben oder beantwortet wurde. Wurde sie in einen anderen Ordner verschoben, wird sie dort gefunden.
Was passiert mit Nachrichten, die der Empfänger bereits weitergeleitet hat?
Die Weiterleitung ist eine neue Nachricht und liegt außerhalb Ihres Postfachbestands. MailGuard entfernt die ursprüngliche Nachricht und meldet den Fall; die weitergeleitete Kopie beim Empfänger außerhalb Ihres Hauses kann kein Anbieter zurückholen.
Welche Berechtigung braucht die Bereinigung?
Mail.ReadWrite auf die betroffenen Postfächer, erteilt durch einen Administrator Ihres Microsoft-365-Mandanten. Ohne diese Zustimmung läuft keine Bereinigung, und die Oberfläche sagt das, statt einen Lauf zu starten, der scheitert.
Löscht MailGuard eigenmächtig?
Nein. Der Auslöser kann automatisch sein, die Reaktion stellt der Mandant ein. Wer bei „nur kennzeichnen“ bleibt, bekommt niemals eine gelöschte Nachricht, sondern eine markierte.
Läuft die Bereinigung auch auf einer Installation im eigenen Haus?
Ja, dieselbe Funktion. Sie setzt einen Microsoft-365-Mandanten voraus, denn der Zugriff auf die Postfächer läuft über dessen Schnittstelle.
Wie sehe ich hinterher, was passiert ist?
Jeder Lauf steht mit Zeitpunkt, handelnder Person, Reaktion und betroffenen Postfächern im Ereignisprotokoll des Mandanten. Der Ausdruck deckt den ganzen gewählten Zeitraum ab, nicht nur die geladene Bildschirmseite.

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